FzOF Jahresrückblick 2022

Das Jahr 2022 ist im Handumdrehen verflogen. Und obwohl der Ukrainekonflikt unseren Alltag geprägt hat, gibt es viel Ermutigendes zu berichten. Wir werfen einen Blick zurück und schauen mit Vorfreude ins neue Jahr. Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir wunderbare Festtage und einen guten Start in 2023.

Darauf sind wir 2022 stolz

Auch dieses Jahr waren viele Freiwillige in unterschiedlichsten Projekten aktiv – wir danken allen sehr herzlich dafür! Hier stellen wir ein paar Highlights vor: 

Aktiv für neue Offenbacher*innen: Café Hallo und Integrationslotsen
Nachdem ab Februar auch in Offenbach Geflüchtete aus der Ukraine ankamen, haben wir mit dem Referat Ehrenamt der Stadt die Koordination der ehrenamtlichen Hilfe übernommen. Wir kooperierten dazu mit AWO, DRK, Caritas, Offenbacher Flüchtlingshilfe, Offenbacher helfen e.V. und der Freireligiösen Gemeinde. Als zentrales Hilfsangebot wurde im Netzwerk mit Unterstützung von meist ukrainisch- oder russischsprachigen Freiwilligen das Café Hallo etabliert: Ein wöchentlicher Treffpunkt, an dem Geflüchtete sich miteinander austauschen, aber auch mehr über Offenbach erfahren konnten. Parallel waren weiterhin unsere Integrationslotsen aktiv und unterstützten zugewanderte Menschen aus verschiedensten Ländern beim Ankommen in der neuen Heimat. Neben Beratung und Begleitung gab es Sprachtreffs, Sprachspaziergänge, Filmabende, Bewerbungscafés und Dokumentenbasare.

Aktiv für Senior*innen: AusZeit, Rikscha, Seniorencafés
Nach Ende der Corona-Kontaktbeschränkungen konnten unsere Projekte für ältere Menschen endlich wieder Fahrt aufnehmen. Das ist ganz wörtlich zu verstehen, denn in unserer Rikscha ließen sich Fahrgäste aus verschiedenen Offenbacher Seniorenheimen den Wind um die Nase wehen. Das Team der Rikscha-Pilot*innen ist inzwischen auf 22 Freiwillige angewachsen, die bis Ende Oktober mehrmals wöchentlich in die Pedale traten und auf den Rundfahrten mit den Passagieren ins Gespräch kamen. Bis zum Frühjahr herrscht nun Winterruhe. Dafür geht es mit Gesprächen und Geselligkeit lebhaft zu in den Seniorencafés im Anni-Emmerling-Haus und am Lämmerspieler Weg sowie bei den AusZeit-Nachmittagen für demenziell Erkrankte. Beide Angebote wurden während der Pandemie von Gästen und Ehrenamtlichen sehr vermisst und konnten nun, teilweise mit Unterstützung neuer Freiwilliger, endlich wieder regelmäßig stattfinden.

Aktiv für Kinder: Lernbuddies und Lernbegleiter
Kinder beim Lernen zu unterstützen ist ein Engagement, das ihnen Zukunftschancen eröffnet. Im Freiwilligenzentrum gibt es zwei Projekte für Freiwillige verschiedener Altersstufen: Im Projekt ‚Lernbuddies‘ engagierten sich in diesem Jahr 18 Oberstufenschülerinnen und -schüler sowie Studierende zu Gunsten von Dritt- und Viertklässlern. Die Lerntandems trafen sich zweimal wöchentlich an öffentlichen Orten, um Schulstoff nachzubereiten und eigenständiges Lernen zu fördern. Als ‚Lernbegleiter*innen‘ in den Intensivklassen von 10 Offenbacher Schulen waren 2022 insgesamt 26 Erwachsene aktiv. Durch persönliche Zuwendung konnten sie das Selbstwertgefühl neuzugewanderter Kinder stärken, ihre Deutschkenntnisse und schulischen Leistungen verbessern und so ihre Bildungschancen erhöhen.


Geburtstagstorte von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke

20 Jahre Freiwilligenzentrum
Im Mai haben wir unseren 20. Geburtstag mit einem Picknick im Büsingpark feiern können. Etwa 60 langjährige Freiwillige aus verschiedenen Projekten waren ebenso dabei wie Freunde und Förderer aus der Offenbacher Stadtgesellschaft. Besonders gefreut haben wir uns über die Geburtstagstorte, die uns von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke überreicht wurde!


copyright: georg-foto, offenbach am main

QMS – Qualitätssiegel der bagfa
Mit zwei Jahrzehnten an Praxiserfahrung stellte die vierte Zertifizierung für das bagfa-Qualitätssiegel ‚Erfolgreich arbeiten in Freiwilligenagenturen‘ keine große Hürde dar.
Da sich aber immer etwas weiterentwickelt und wir in einigen Bereichen auch eine höhere Qualitätsstufe erreichen wollten, mussten Prozesse beschrieben und Nachweise erbracht werden. Die Mühe hat sich gelohnt, denn nun glänzt im Büro wieder das goldene Siegel.
Vielen Dank auch an die ehrenamtlichen Beraterinnen, die sich intensiv in die Verschriftlichung unserer Abläufe eingebracht haben.

Engagierte Stadt
Seit 2020 gehört Offenbach zum Bundesprogramm „Engagierte Stadt“. Dabei geht es um den Aufbau bleibender Engagement-Landschaften in Städten und Gemeinden in Deutschland. Wir nutzen das Programm, um in Offenbach gemeinsam mit Engagierten, Organisationen, Unternehmen sowie Politik und Verwaltung an einer demokratischen, vielfältigen und solidarischen Gesellschaft zu arbeiten. Über diverse Veranstaltungen und Aktionen konnten wir 2022 weitere Menschen und Unternehmen für die Engagierte Stadt Offenbach begeistern. Dabei spielen auch die Kurzzeit-Engagements eine wichtige Rolle. Details über unsere Netzwerk-Aktivitäten gibt es im Jahresrückblick Engagierte Stadt.

Unsere Pläne für 2023

An unserer Pinnwand hängen viele bunte Zettel mit geplanten Aktivitäten – darunter Klassiker wie die Stadtspaziergänge oder Qualifizierungen für Demenzbegleiterinnen und -begleiter. Aber es gibt auch neue Ideen, von denen wir Ihnen einige kurz vorstellen möchten:

Digitales Engagement – mehr flexible Angebote
Mit digitalem Engagement können sich Menschen weitgehend orts- und zeitunabhängig in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und Initiativen einbringen und so zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen. Wir sind 2023 Modellstandort im Projekt ‚Online Gutes tun‘ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa). Im Rahmen dieses Projektes wollen wir – teilweise in eigenen Projekten, aber auch mit lokalen Organisationen – digitale Engagement-Angebote entwickeln, die zu Offenbach passen.

Wheelmap – mehr Barrierefreiheit für Offenbach
Rot, Gelb oder Grün? Bei unseren ersten Wheelmap-Kartierungen in der Innenstadt und im Nordend sind wir zu dem Schluss gekommen, dass gemeinsames Kartieren richtig viel Spaß macht… Nach und nach werden wir uns daher 2023 in verschiedenen Vierteln treffen, um das Thema Barrierefreiheit bei Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei Geschäften und Institutionen bekannter zu machen. Der nächste Termin ist am 27. Januar im Mathildenviertel.

Crowdfunding – mehr Geld für gute Ideen
Beim Crowdfunding kann eine Vielzahl von Menschen mit kleinen Spenden dabei helfen, ein Projekt zu verwirklichen. Dazu gibt es verschiedene digitale Plattformen; eine davon wird von den VR Banken betrieben: https://www.viele-schaffen-mehr.de. Gemeinsam mit der VR Bank Dreieich-Offenbach wollen wir Crowdfunding an einem Offenbacher Projekt ausprobieren und herausfinden, wie wir Vereine vor Ort zu Crowdfunding-Projekten beraten können.  


Wir freuen uns, wenn Sie uns bei diesen Aktivitäten unterstützen und begleiten: In Gedanken, finanziell oder auch mit Ihrem Engagement.